14 Beziehungstipps für eine bessere Partnerschaft

14 Beziehungstipps für eine bessere Partnerschaft
Beziehungstipps für Paare, die eine glückliche Partnerschaft wollen

Wie gehe ich mit einem distanzierten Partner um? Was ist eine gute Kommunikation in der Beziehung? Wie kann ich streiten und zu einer Lösung kommen? Was muss ich bei Kritik und Ratschlägen beachten? Wie verschaffe ich mir Respekt bei meinem Partner? Mit den folgenden 14 Beziehungstipps kannst du deine Partnerschaft nachhaltig verbessern.

Tipp 1: Respektiere, dass dein Partner von dir verschieden ist

Menschen sind Individuen. Es ist nicht möglich, dass unser Partner alle unsere Ansichten teilt, sich in bestimmten Situationen genau wie wir verhält oder Dinge so tut, wie wir es tun würden. Es gibt in Beziehungen Partner, die diese Erkenntnis sehr schmerzt. Sie bezweifeln mitunter, dass ihr Partner der Richtige ist. Vor allem aber verwechseln sie Gleichheit mit Nähe. Sicher gibt es Paare, die häufiger einer Meinung sind als Andere, aber eine völlige Gleichschaltung ist schlicht unmöglich.

Wir alle glauben nur zu gern, dass wir selbst die Wahrheit gepachtet hätten. Unser Partner ist nur nicht in der Lage, diese zu erkennen. Doch Fakt ist, dass jeder von uns die Realität durch einen Filter betrachtet. Wie unser persönlicher Filter gebaut ist, hängt von unserer sozialen Herkunft, unserer Familiengeschichte, unserem Geschlecht, unseren Erbanlagen sowie unserem kulturellen Hintergrund ab. Über die Wahrheit gibt es so viele Ansichten, wie Menschen, die diese vertreten.
Die Verschiedenheit unseres Partners zu respektieren, bedeutet nicht, dass wir jegliches Verhalten unseres Partners akzeptieren müssen. Das müssen wir ganz und gar nicht. Es bedeutet, dass es in unserer Beziehung nicht darum geht, wer bestimmte Dinge richtig oder falsch macht, wessen Meinung akzeptabel oder inakzeptabel ist oder wer generell Recht hat.

Tipp 2: Lege den Fokus auf die positiven Seiten deines Partners

positive seiten des partners suchen und finden
(©angelocordeschi/Fotolia)

Wenn wir unseren Partner kennenlernen und umwerben, sehen wir fast nur dessen positive Seiten. Die negativen Eigenschaften blenden wir zu diesem Zeitpunkt aus. Die Facetten, die unseren Partner von uns selbst unterscheiden, finden wir anfangs eher reizvoll und interessant. Diese Perspektive behalten wir während der ersten Phase der Verliebtheit bei. Es ist die Zeit der "rosaroten Brille", in der wir förmlich auf Wolken schweben. Mutter Natur hat das wohl so eingerichtet, damit wir uns fleißig fortpflanzen und unsere Art erhalten.

Nach ungefähr sieben bis neun Monaten ändert sich diese Perspektive jedoch bei nahezu allen Paaren schleichend. Die positiven Eigenschaften unseres Partners rücken mehr und mehr in den Hintergrund, die Negativen mehr in den Vordergrund. Und schlimmer noch: Was wir anfangs an unserem Partner spannend und interessant fanden, beginnt uns immer mehr zu stören. Das Ergebnis ist häufig, dass wir an unserem Partner herumnörgeln, ihn bevormunden, herumkommandieren und ständig kritisieren. Dieses Verhalten ist natürlich Gift für jede Partnerschaft. Paar- Therapeuten wissen: Die Gründe für Trennungen sind fast immer die gleichen wie für das Zusammenkommen von Paaren!

Es ist deshalb einer der wichtigen Beziehungstipps, dass wir uns die positiven Seiten unseres Partners immer wieder vergegenwärtigen. Manchmal wollen uns partout keine positiven Eigenschaften einfallen, weil wir die Perspektive völlig verloren haben. Da wir Menschen aber vielschichtige Wesen sind, hat jeder seine Stärken und guten Seiten. Selbst dann, wenn er sich uns gegenüber nicht besonders freundlich verhält. Manchmal müssen wir nur etwas danach suchen.

Tipp 3: Sei großzügig mit Lob und Wertschätzung

Dass Kinder gelobt werden sollten, wenn ihnen etwas gut gelingt, ist uns allen klar. Auch im Berufsleben hat Lob und Wertschätzung durch Kollegen oder Vorgesetzte nachweislich positive Auswirkungen auf unsere Leistungsfähigkeit und unsere Leistungsbereitschaft. Nur gegenüber unserem Partner vergessen wir doch sehr gerne, von Zeit zu Zeit ein Lob auszusprechen und unsere Wertschätzung auszudrücken.

Wenn wir die guten Seiten unseres Partners vor Augen haben, dann sollten wir dies auch immer wieder kommunizieren. Eine Aussage wie: „Du bist wirklich der Beste!“, ist für den Anfang schon gut. Besser ist es jedoch, wenn wir unserem Partner exakt sagen, was uns an ihm gefällt. Zum Beispiel:

Ich fand das richtig toll, wie beharrlich und besonnen du gegenüber dem Autohändler geblieben bist, der die Reparatur nicht als Garantieleistung ausführen wollte. So haben wir keine zusätzlichen Kosten mit dem Auto!”

Eine derartige Aussage zeigt unserem Partner, dass er positive Eigenschaften hat, die wir wertschätzen. Er fühlt, dass wir ihn wahrnehmen, achten und dass er uns wichtig ist. Wenn wir dies einige Wochen tun, werden wir mit einiger Wahrscheinlichkeit erleben, wie unser Partner auch uns gegenüber wieder mehr Lob und Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Tut er es nicht, sollten wir uns nicht scheuen, dies einzufordern. Das mag uns etwas seltsam vorkommen, aber wir können ruhig zum Ausdruck bringen, dass uns die Wertschätzung sowie das Gefühl, für unseren Partner wichtig zu sein, einfach fehlt.

Tipp 4: Die positiven Interaktionen mit deinem Partner sollten überwiegen

Uns allen passiert es im Beziehungsalltag, dass wir unseren Partner kritisieren, einen unnötigen Streit vom Zaun brechen, ihn anschreien, verurteilen, abwerten oder sogar beleidigen. All dies sind negative Interaktionen. Dem gegenüber sollten positive Interaktionen immer häufiger vorkommen als negative Interaktionen. Positive Interaktionen sind zum Beispiel:

  • sich entschuldigen
  • einen Fehler zugeben
  • ein Kompliment machen
  • seine Anerkennung und Wertschätzung ausdrücken
  • ein Lob aussprechen
  • den Partner überraschen
  • gemeinsame Freizeitaktivitäten
  • ein romantisches Essen bei Kerzenschein
  • den Partner verwöhnen
  • den Partner umarmen und küssen
  • ein Geschenk machen

Der Grund dafür ist, dass wir negative Erfahrungen stärker im Gedächtnis behalten als Positive. Das bedeutet, wenn wir unseren Partner beispielsweise beleidigt haben, können wir dies mit einer einfachen Entschuldigung nicht wieder gutmachen. Der amerikanische Psychologe Dr. John Gottman erforschte jahrzehntelang die Stabilität von Paarbeziehungen. Er fand heraus, dass fünf positive Interaktionen mit unserem Partner genau eine negative Interaktion kompensiert. Dieses 5:1 Verhältnis wird als "Gottman Konstante" bezeichnet. Glückliche und mit ihrer Partnerschaft langfristig zufriedene Paare interagieren in diesem Verhältnis oftmals intuitiv miteinander. Natürlich ist es nicht immer möglich, dieses Verhältnis exakt einzuhalten. Wichtig ist aber, dass die positiven Interaktionen langfristig deutlich überwiegen. Achte einige Wochen bewusst darauf!

Tipp 5: Rede in der "Ich- Form"

Geht es in unserer Partnerschaft um Wünsche, Bedürfnisse, Kritik oder Konflikte, sollten wir möglichst in der "Ich- Form" mit unserem Partner reden. Gebrauchen wir die Ich- Form, bringen wir unsere Überzeu